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23-07-12

Pillenwarnung Juli 2012: Pille mit PMMA und MDMA

Erneut PMMA in Pille mit No.1 - Logo!

Die Kollegen von check it! Wien haben am 20. Juli eine als Ecstasy verkaufte Pille getestet, die neben dem Wirkstoff MDMA (112 mg) auch die gesundheitlich besonders bedenkliche Substanz PMMA (53 mg) enthält! Die schweizer KollegInnen von Safer Party haben im Juni bereits eine Pille mit dem selben Aussehen und Inhalt analysiert (Warnung von Safer Party).

PMMA
wird im Körper zu PMA umgewandelt und führt zu starkem Anstieg der Körpertemperatur und starkem Schwitzen.
In höheren Dosen und/oder in Kombination mit MDMA besteht das Risiko von lebensgefährlichen Vergiftungen!

Aus diesem Grund raten wir dringend vom Konsum dieser Pillen ab!

Die Pille ist grün gesprenkelt und hat das Logo: No. 1

 

Risikoeinschätzung
Die wirksame Dosis von PMMA ist geringer als bei MDMA und die Wirkung setzt später ein. Es stellt sich vor allem eine körperliche (physische) Wirkung ein, welche fälschlicherweise mit der von MDMA verglichen werden kann. Im Unterschied zu MDMA (Ecstasy (XTC)) ist PMMA weder entaktogen (sich öffnend) noch empathogen (Menschenliebend). Durch das Wegfallen der erwarteten psychischen Wirkung (XTC-Flash) besteht die Gefahr, dass Nachgespickt wird. Dies kann ernste Folgen haben, PMMA wir im Körper zu PMA abgebaut und ist giftiger als MDMA. Die Einnahme von PMMA führt zu einem Anstieg des Blutdruckes und einer starken Temperaturerhöhung mit übermässigem Schwitzen. In hohen Dosen und/oder gemischt mit anderen serotoninerg wirksamen Substanzen (insbesondere mit MDMA) besteht die Gefahr, dass ein fatales Serotoninsyndrom (Serotonin-Vergiftung) auftritt. PMMA wurde das erste Mal in der Schweiz analysiert - vom Konsum ist dringend abzuraten!

 

Information zu PMMA
Substanz: PMMA, Paramethohymethamphetamin, 4-methoxy-n-methylamphetamine (4-MMA)
Wirkung: Anfangs vergleichbar mit einem Alkoholrausch, später Halluzinationen und milde Euphorie, Kribbeln, Taubheitsgefühle der Haut und der Glieder, unberechenbarer Bewegungsdrang, abrupter Anstieg von Blutdruck und Körpertemperatur (nach ca. 30 Min) schon bei geringer Dosis.
Wirkungseintritt: nach ca. 60 Min. (gegenüber 30 Min. bei MDMA).
Wirkdauer: 5 Std.
Risiken und Nebenwirkungen: Pulsrasen, schnelle und schwere Atmung, sprunghafte Augenbewegungen, Muskelkrämpfe, motorische Störungen, unkontrollierbarer Bewegungsdrang, Hitzewallungen, Schweissausbrüche. Übelkeit und Erbrechen können auftreten. In höheren Dosen Herzrhythmusstörungen, stark erhöhter Körpertemperatur (über 40 Grad) und Bluthochdruck besteht die Gefahr von Bewusstlosigkeit, Koma, Kollaps bis hin zu einer tödlich verlaufender Atemnot, Herzstillstand oder Organversagen!

 

Serotoninsyndrom
Charakteristisch für dieses Syndrom sind autonome, neuromotorische und kognitive Störungen sowie Verhaltensveränderungen. Es schliesst Symptome wie Veränderungen der psychischen Verfassung (Bewusstseinsstörung, Halluzinationen), Ruhelosigkeit (Akathisie), rasche unwillkürliche Muskelzuckungen, Krämpfe, gesteigerte Reflexbereitschaft, Puls und Blutdruckanstieg, Schwitzen, Schüttelfrost und Tremor (Zittern) ein.

 

Link: Quelle und umfangreiche Informationen



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