als Ecstasy verkauft!

Ecstasy-Falsifikate
(als Ecstasy verkaufte Substanzen)


In der Vergangenheit wurden in der Partyszene hin und wieder Tabletten als Ecstasy verkauft, die andere synthetische Substanzen als den Ecstasy Wirkstoff  MDMA enthielten, teilweise mit ganz anderen und oft gefährlichen Wirkungen. Weltweit kam es bei Personen, die glaubten, MDMA zu nehmen zu Todesfällen nach dem Konsum von „falschem“  Ecstasy. Es ist davon auszugehen, dass auch heute noch „Ecstasy“-Pillen im Umlauf sind, die diese gefährlichen Substanzen enthalten, bzw. neue Pillen hergestellt werden, die andere Stoffe als MDMA erhalten.

Link: Pillenwarnungen / "Böse Pillen"

m-CPP (Meta-Chlorphenylpiperazin)

Die Substanz:

m-CPP (Meta-Chlorphenylpiperazin) gehört zur chemischen Gruppe der Piperazine. Es ist ein Serotoninrezeptor-Agonist, d.h. es bindet sich an Serotoninrezeptoren und imitiert dessen Wirkung. Wie viele andere psychoaktive Substanzen wirkt es auf das serotonerge System, das maßgeblich an der Regulation vegetativer, emotionaler und kognitiver Prozesse beteiligt ist. Laut einer psychiatrisch-medizinischen Untersuchung wirkt es besonders stark bei Personen mit einer Panikstörung, die nach Gabe einer Dosis m-CPP mit Symptomverstärkung reagierten. Bei Personen ohne diese Störung blieben diese Symptome aus (s. Brooks 2000, S. 30).


Wirkung/Nebenwirkung:

Der psychoaktive Wirkungsgrad ist vergleichsweise schwach ausgeprägt. Das Spektrum ähnelt dem von MDMA, mit Glücksgefühlen und leichten Veränderungen der Wahrnehmung. Allerdings kommen häufig unangenehme Wirkungen wie Kopfschmerzen, Nierenschmerzen, Nervösität und Schweratmigkeit hinzu. Oft wird den Konsumenten übel und sie müssen erbrechen. Starke Ab- und Niedergeschlagenheit halten noch tagelang nach der Einnahme anhalten. Diese wird von KonsumentInnen wesentlich heftiger beschrieben, als die Niedergeschlagenheit, die Teilweise auch nach der Einnahme von MDMA auftritt. Der Urin verfärbt sich nach Einnahme von m-CPP oft für mehrere Tage rostbraun.

 

Mischkonsum:

Gleichzeitiger Konsum von m-CPP und MDMA kann zu Krampfanfällen führen! 

Strafrecht:

m-CPP fällt unter das BtmG und ist in die Liste der verkehrs-, aber nicht verschreibungsfähigen Betäubungsmittel aufgenommen worden.

Quellen:
Andreas Broocks: Körperliche Aktivität und psychische Gesundheit. Darmstadt 2000.
http://books.google.de/books?id=glOpdDeKHRYC&printsec=frontcover#PPT40,M1
http://www.drogenwiki.de/wiki/index.php/M-CPP
http://www.eve-rave.net/abfahrer/download/eve-rave/dc117.pdf

PMA/PMMA

 

 

Die Substanz:

PMA (Paramethoxyamphetamin) und das chemisch eng verwandte PMMA (Paramethoxymethamphetamin) sind Amphetaminderivate.Ihre Verbreitung hängt nicht mit einer „fehlerhaften“ Synthetisierung von Ecstasy zusammen, wie dies mitunter behauptet wird, denn der Ausgangsstoff ist ein völlig anderer als bei MDMA. Der Grund liegt wohl eher darin, dass ihre Produktion einfacher und billiger ist.

 

Konsumform:

In der Regel werden sie in Tabletten oder in Pulverform in der Szene gehandelt – oft unter der Bezeichnung Ecstasy.

 

Wirkung:

Vorweg: der Konsum von PMA und PMMA kann tödlich sein!

In leichter Dosierung sollen beide Substanzen eine ähnliche Wirkung haben wie MDMA, jedoch ohne den entaktogenen, d.h. den die Empathie steigernden Effekt. In höherer Dosierung rufen PMA und PMMA zunächst Symptome hervor, die einem stärkeren Alkoholrausch gleichen. Im weiteren Verlauf nimmt der Rausch einen zunehmend halluzinogenen Charakter an.

 

Wirkungseintritt: nach ca. 60 Min.

Im Vergleich zu MDMA tritt bei PMA und PMMA die Wirkung verzögert ein. Es dauert mindestens eine Stunde, bis erste Effekte spürbar sind. Viele Konsumenten nehmen deshalb an, eine zu geringe Dosis genommen zu haben und „legen nach“, was zu einer gefährlichen und evtl. auch tödlichen Überdosierung führen kann. Wirkdauer: 5 - 24 Std.

 

Risiken:

Der Konsum von PMA und PMMA kann tödlich enden! Die Spanne zwischen einer „normalen“ Dosis und einer Überdosierung ist sehr klein, die Gefahr der Überdosierung ist somit sehr hoch. Es gab europaweit bereits mehrere Todesfälle.

 

Symptome:

Bei einer hohen Dosis sind starker Anstieg des Blutdrucks und der Körpertemperatur, rasender Puls und schneller Herzschlag, sprunghafter Blickwechsel der Augen, Es kann zu Krämpfen und inneren Blutungen kommen. Bei Körpertemperaturen über 40 Grad fallen Betroffene häufig in ein Koma, aus dem sie nicht mehr erwachen. Nach 6-24 Stunden sterben sie an Organversagen.

 

Strafrecht:

PMA und PMMA wurden in die Liste der nicht verkehrsfähigen Betäubungsmittel aufgenommen und untersteht somit dem Betäubungsmittelgesetz

 

Wichtiger Hinweis:
Falls Du als Ecstasy bezeichnete Tabletten konsumiert hast und Symptome an Dir feststellst, die den oben beschriebenen gleichen, suche dringend medizinische Hilfe auf! Dein Leben könnte in Gefahr sein! Informiere andere, damit möglichst viele wissen, welche Pillen besonders starke Nebenwirkungen auslösen.


Quellen:

MDHOET

 

Die Substanz:

MDHOET (3,4-Methylendioxy-N-2-Hydroxyethyl-Amphetamin) ist ein weiteres Amphetaminderivat, das europaweit vermehrt in als Ecstasy verkauften Pillen festgestellt wurde.

 

Wirkung:

Über das Wirkungsspektrum ist bisher nur wenig bekannt. MDHOET soll einen schmerzlindernden Effekt haben. In hohen Dosen kommen Veränderungen der optischen Wahrnehmung hinzu, z.B. werden Farben intensiver wahrgenommen. Konsumenten berichten von einer tieferen Wahrnehmung der Dinge, ohne euphorische Effekte. Die Wirkung wird auch mit einer leichten Ketamin-Dosis verglichen.

 

Risiken:

Über etwaige Risiken, Langzeit- und Wechselwirkungen ist bisher nichts bekannt. Es wird daher dringend vom Konsum abgeraten!

 

Quellen:

Domperidon

Domperidon ist ein Arzneimittel, welches zur Behandlung und Vorbeugung von Erbrechen und Übelkeit Anwendung findet (Antiemetikum). Es gehört zur Gruppe der Dopamin-Antagonisten. Da Domperidon die Blut-Hirn-Schranke kaum überwinden kann, hat es keinen Einfluss auf das zentrale Nervensystem = keine psychoaktive Wirkung. Eine wichtige Nebenwirkung von Domperidon ist, neben Durchfall eine Erhöhung des Prolaktinspiegels (körpereigenes Hormon), die zu machlassender Libido, Menstruationsstörungen und Impotenz führen kann. In Kombination mit Medikamenten der Gruppe der HIV-Protease-Hemmer und der dualseretonergen Antidepressive (DAS, z.B.: Nefazodon führt der Konsum von Domperidon zu einem erhöhtem Dopamin-Anstieg. Dieser Anstieg kann zu einer Tachyarrythmie (Herzrhythmusstörung) und schnellen Herzschlag führen. 

 

Die maximale Dosis wird mit 80 mg/Tag für eine erwachsene Person angegeben!

 

Die Wechselwirkung zwischen Domperidon und anderen Drogen wie z.B. m-CPP, Amphetamin und Koffein sind unerforscht.

Metoclopramid

Metoclopramid (MCP) ist, wie Domperidon, ein Arzneistoff aus der Gruppe der Antiemetika und gehört zur Gruppe der Dopamin-Antagonisten. Im Gegensatz zu Domperidon überwindet MCP die Blut-Hirn-SChranke und und kann somit Einfluss auf das Znetrale Nervensystem haben.
Nebenwirkungen sind: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Angst, Ruhelosigkeit, und bei längerer Einnahme Zittern und Muskelstarre. In höheren Dosen können Berühigung/Ermüdung, Übelkeit und Bewegungsstörungen und gesteigerte Erregbarkeit auftreten.

Die maximale Dosis wird mit 40mg/Tag für Erwachsene angegeben!
Die Wechselwirkung zwischen m-CPP, Domperidon und Metoclopramid sind noch unerforscht!

Quelle: saferparty.ch



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